Initiative „Good Food for All“
Jetzt für das Recht auf gutes Essen unterschreiben!
Weltläden setzen sich bereits seit Jahrzehnten für faire Handelsbeziehungen ein. Sie zeigen: Gerechte Preise und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sind keine Selbstverständlichkeit – weder für Kakaobäuer*innen in Ghana noch für Saisonarbeiter*innen in Italien. Der diesjährige Weltladentag hat deutlich gemacht, dass unfaire Handelspraktiken nicht an Ländergrenzen enden. Auch innerhalb Europas stehen viele Erzeuger*innen unter massivem Preisdruck. Während große Supermarktketten enorme Gewinne einfahren, können sich gleichzeitig Millionen Menschen gesundes Essen kaum leisten.
Genau hier setzt die Europäische Bürgerinitiative „Good Food for All“ an. Sie fordert, dass das Recht auf angemessene, gesunde und nachhaltig produzierte Nahrung in der Europäischen Union gesetzlich verankert wird.
Essen ist ein Menschenrecht
In der EU können sich Millionen Menschen keine ausgewogene Mahlzeit jeden zweiten Tag leisten. Gleichzeitig kämpfen viele Landwirt*innen und Beschäftigte entlang der Lebensmittelkette um ein existenzsicherndes Einkommen. Wenige große Handels- und Lebensmittelkonzerne konzentrieren immer mehr Marktmacht auf sich, während ökologische und soziale Kosten ausgelagert werden.
Die Initiative „Good Food for All“ will das ändern. Sie fordert unter anderem:
- faire und nachhaltige Ernährungssysteme,
- existenzsichernde Einkommen für Landwirt*innen und faire Löhne für Beschäftigte,
- besseren Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle,
- eine Begrenzung der Marktmacht großer Konzerne,
- mehr Unterstützung für kleinbäuerliche und agroökologische Landwirtschaft.
Eine Million Unterschriften für ein gerechteres Ernährungssystem
Mit einer Europäischen Bürgerinitiative können Bürger*innen die Europäische Kommission auffordern, sich mit einem Thema gesetzgeberisch zu befassen. Dafür braucht es mindestens eine Million gültige Unterschriften aus der EU.
Mit eurer Unterstützung kann das Recht auf gutes Essen politisch mehr Gewicht bekommen – für Verbraucher*innen, Landwirt*innen und Arbeitnehmer*innen entlang der gesamten Lieferkette.
Jetzt unterschreiben
Mit eurer Unterschrift unterstützt ihr ein Ernährungssystem, das sich an Menschenrechten statt an kurzfristigen Profiten orientiert. Die Europäische Bürgerinitiative „Good Food for All“ fordert faire Preise für Erzeuger*innen, gesunde Lebensmittel für alle und eine Landwirtschaft mit Zukunft.
Weitere Informationen zur Initiative und die Möglichkeit zur Unterzeichnung findet ihr über den folgenden Link.
Gemeinsam im Weltladen aktiv werden
Für Weltläden und Engagierte gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Initiative sichtbar zu machen und zur Unterstützung einzuladen. Über die Christliche Initiative Romero (CIR) können kostenlos Materialien wie Plakate, Flyer und Broschüren bestellt werden. Diese eignen sich ideal für den Einsatz im Laden, bei Aktionen oder Veranstaltungen.
Die Unterschrift für die Europäische Bürgerinitiative kann direkt vor Ort über einen QR-Code auf den Materialien erfolgen – schnell und unkompliziert per Smartphone. Alternativ können Weltläden – wenn vorhanden – einen Laptop oder ein Tablet im Laden bereitstellen und die Unterstützungsseite geöffnet lassen, sodass Kund*innen direkt digital vor Ort unterschreiben können.
Jetzt auch analog im Weltladen sammeln: Unterschriftenlisten zum Ausdrucken!
Ab sofort könnt ihr die Unterschriftenlisten auch ausdrucken und klassisch im Laden auslegen. Damit die Bürgerinitiative erfolgreich ist, müssen wir in Deutschland 70.000 und EU-weit eine Million Unterschriften sammeln. Da es sich um ein offizielles EU-Verfahren handelt, gibt es beim analogen Sammeln ein paar strikt einzuhaltende Vorgaben, damit die Stimmen am Ende auch gültig sind:
Format: Die Listen müssen zwingend im DIN A4-Format ausgedruckt werden (beidseitiger Druck ist erlaubt).
Nur 3 Unterschriften pro Seite: Auf jedem Blatt dürfen sich aus Platz- und Datenschutzgründen maximal drei Personen eintragen (nicht mehr!). Es empfiehlt sich, einen roten Zettel mit dem Hinweis „WICHTIG: Nur 3 Unterschriften je Seite!“ gut sichtbar dazuzulegen.
Vollständige Meldeadresse: Die Unterzeichnenden müssen ihren Wohnsitz komplett (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Land) in großen Druckbuchstaben eintragen. Es muss die offizielle Meldeadresse sein (z. B. bei Studierenden die Adresse der Eltern, falls sie dort gemeldet sind).
Deutsche Staatsbürgerschaft: Auf den ausgedruckten Listen dürfen sich nur Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft eintragen. Alle anderen Personen müssen online unterschreiben, damit ihre Stimme gezählt wird.
Bitte beachtet unbedingt alle Richtlinien! Die genauen Vorgaben, die postalische Rücksendeadresse an FIAN Deutschland e.V. sowie alle Details zu den Kernforderungen findet ihr gesammelt direkt im PDF-Download der Unterschriftenliste. Bitte lest euch diese Hinweise vor dem Sammeln sorgfältig durch.
Solltet ihr Fragen zum Ablauf oder den Formalitäten haben, meldet euch gerne jederzeit bei uns!