Kaffee ist für Uganda ein wichtiges Exportprodukt. „Fast jeder bäuerliche Betrieb in Uganda planzt derzeit einen Kaffeestrauch“, sagt Harriet Nakasi, die Direktorin das Advocacy Coalition for Sustainable Agriculture. ACSA ist eine Partnerorganisation von Misereor, die in Uganda eine ökologische und faire Landwirtschaft voranbringt.
Der Kaffeeanbau in dem ostafrikanischen Land ist allerdings weit entfernt von fairen und ökologischen Standards. Er ist sogar mit hohen versteckten Kosten verbunden, wie Bodenverschlechterung und Pestizideinsatz, geringe Löhne, aber auch Kinder- und Zwangsarbeit. Dies führt zu schweren Wohlstandsverlusten für die ländliche Bevölkerung. Diese summieren sich für Uganda auf bis zu 8,82 US $ pro Kilo Rohkaffee, wie die Technische Hochschule Nürnberg und Misereor in diesem Jahr berechnet haben.
Diese Kosten werden bisher nicht von europäischen Kaffeeunternehmen, sondern von der ugandischen Bevölkerung getragen. Unser Partner wird Ihnen aus erster Hand berichten, wie ein fairer und ökologischer Kaffeehandel für die Zukunft aussehen könnte und welche Hürden genommen werden müssten.
Referent*innen
Harriet Nakasi
Nationale Koordinatorin von ACSA, ökologischer Dachverband Ugandas