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    Workshops

    Bei den Weltladen-Fachtagen könnt ihr euch gezielt für die Arbeit im Weltladen fortbilden und aus einer Fülle verschiedener Themen wählen.

    Die Workshops sind für unterschiedliche Zielgruppen konzipiert.

    Grundlagen-Workshops richten sich an Neu-Einsteiger*innen in das betreffende Thema. Sie können auch ohne inhaltliche Vorkenntnisse besucht werden.

    Vertiefungs-Workshops wenden sich an Teilnehmende, zu deren Arbeitsschwerpunkten die angebotenen Themen gehören und die ihr Wissen vertiefen möchten.

    Für Mitarbeitende in Leitungsteams umsatzstarker Weltläden (> 200.000 € Umsatz netto) gibt es ein zusätzliches Angebot am Donnerstagnachmittag, 11. Juni. (Siehe am Ende der Liste)

    Die Workshops finden von Freitagnachmittag bis Samstagnachmittag parallel zur Messe statt. Jede*r Teilnehmende kann einen Workshop wählen. Die Teilnehmendenzahl ist jeweils begrenzt (abhängig von Thema, Methodik, Raum). Wir bitten deshalb darum, dass sich Mitarbeitende aus einem Weltladen möglichst für verschiedene Workshops anmelden. Sollten nach Anmeldeschluss noch Plätze in Workshops frei sein, habt ihr die Möglichkeit, euch für ein zweites Angebot anzumelden (so lange der Vorrat an freien Plätzen reicht).

    Alle Workshops finden entweder im Museum wortreich (gegenüber Schildehalle) oder in Räumen der THM (Gebäudetrakt neben Schildehalle) statt.

    Bitte beachtet, dass die Workshops nur nach vorheriger Anmeldung besucht werden können. Anmeldeschluss war der 17. April 2026. 

    Workshops Freitag, 12. Juni 2026

    • Engagement im Weltladen ist sinnstiftend – und manchmal auch herausfordernd, gerade in unserem von Krisen geprägten Alltag. In diesem Workshop nehmen wir uns Zeit, auf die eigenen Ressourcen zu schauen und gemeinsam zu entdecken, was uns im Engagement auf den unterschiedlichen Ebenen stärkt. Mit kurzen Achtsamkeitsübungen, Austausch und kreativen Impulsen geht es darum, Belastungen anzusprechen, Motivation zu stärken und die Kraft von Gemeinschaft im Weltladen erlebbar zu machen. 
      Für mehr Freude, Mut und Resilienz im Engagement.

      Mit Lisa-Magdalena Hojczyk (Fair-Handels-Beratung Nord) & Lisa Szalai (Fair-Handels-Beratung Thüringen)

      Maximal 17 Teilnehmende

    • Künstliche Intelligenz kann euch dabei helfen, Zeit zu sparen, kreativer zu werden und eure Öffentlichkeitsarbeit gezielt zu verbessern. In diesem praxisnahen Workshop lernt ihr Werkzeuge wie ChatGPT und Co. kennen. Ihr nutzt sie als Sparringspartner für Ideen, als Hilfe beim Schreiben von Pressemitteilungen und Beiträgen für soziale Medien und zum Optimieren eigener Konzepte. Gemeinsam üben wir das Erstellen guter Eingaben für KI, sprechen über geeignete Einsatzbereiche und probieren typische Aufgaben aus dem Weltladen-Alltag aus. Außerdem sprechen wir über Chancen und Grenzen, etwa bei Datenschutz, Glaubwürdigkeit und dem Einfluss großer Tech Firmen.

      Mit Judith Klingen (Fair-Handels-Beratung Niederrhein) & Magdalena Gassner (Fair-Handels-Beratung Nord)

      Maximal 30 Teilnehmende

    • Fairer Handel lebt von Solidarität und Respekt. Doch auch Weltläden sind Teil globaler Machtverhältnisse und historisch gewachsener Ungleichheiten. Eine rassismuskritische Perspektive ist deshalb kein Zusatz, sondern Teil einer konsequenten Gerechtigkeitspraxis: Sie hilft, Sprache, Bilder und Erzählungen bewusst zu reflektieren und partnerschaftliche Beziehungen auf Augenhöhe zu stärken. Wie kann das konkret im Weltladenalltag aussehen – und welche Schritte sind realistisch umsetzbar? Um diese Fragen zu bearbeiten, hat der Weltladen-Dachverband ein Antirassismus-Training entwickeln lassen. Der Fachtage-Workshop ist nun die Gelegenheit, mit einer der Autor*innen des Konzeptes kompakt in das Thema einzusteigen. Er wendet sich an alle, die Antirassismus als Teil ihres Engagements im Weltladen reflektieren und weiterentwickeln möchten.

      Mit Mehtap Şahin-Marković (Projektleiterin im Kompetenzzentrum „Migration, Entwicklung, Partizipation“ beim Forum der Kulturen Stuttgart e.V.)

      Maximal 20 Teilnehmende

    Workshops Samstag, 13. Juni 2026

    • Weltläden brauchen Sichtbarkeit. Gleichzeitig wollen sie Impulse setzen, die Menschen zum Nachdenken und Lernen anregen. Wie können solche Lerngelegenheiten außerhalb von ausgewiesenen Lernsettings geschaffen werden? Wie können wir Passant*innen auf unsere Anliegen neugierig machen und so eine „beiläufige“ Auseinandersetzung und ein Lernen „nebenbei“ ermöglichen? Auch wenn ein Weltladen keine Bildungsgruppe oder -referent*in hat, die regelmäßig Workshops an Schulen oder Vorträge an der VHS anbietet, verfügen nahezu alle Weltläden über ein Schaufenster, ein bisschen Platz vor dem Laden oder nutzen lokale Gelegenheiten, sich zu präsentieren: bei Stadt- und Dorffesten, auf regionalen Märkten, dem Tag der offenen Tür im Nachbarschaftstreff usw. In diesem Workshop beschäftigen wir uns anhand des Konzepts des „Casual Learning“ damit, wie wir solche Orte und Gelegenheiten nutzen können, um niederschwellige Angebote für ein „Lernen im Vorbeigehen“ zu gestalten und damit Sichtbarkeit für unsere Anliegen zu schaffen. Wir lernen Möglichkeiten, Methoden und Materialien kennen und entwickeln eigene Ideen für den Einsatz vor Ort. 

      Mit Gundula Büker (Eine Welt-Fachpromotorin für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung, Qualifizierung und Beratung/EPiZ Reutlingen)

      Maximal 25 Teilnehmende. 

    • Hand aufs Herz, besonders vielfältig sind Weltladen-Teams selten – wenn wir auf Parameter wie Alter, Gender, Bildungsgrad, Hautfarbe, Einkommen schauen. Für eine Bewegung, die sich internationaler Solidarität, Weltoffenheit und Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg verschrieben hat, ist das zumindest bemerkenswert. Und es ist nicht besonders zukunftsfähig. Denn in Diversität und Vielfalt im Team liegt eine große Chance: die verschiedenen Perspektiven, Lebensrealitäten und Ressourcen, die eingebracht werden, machen widerstandsfähiger. Divers aufgestellte Organisationen können in Krisenzeiten schneller reagieren, zum Beispiel durch größere Netzwerke oder weil neue Ideen schneller entstehen können. Wie können Weltladen-Teams dorthin kommen? Wie kann der Umbau gelingen? Was vermitteln wir aktuell, wer bei uns aktiv werden kann? Und was würden wir gerne vermitteln? Welche Personengruppen können und möchten wir ansprechen? Im Workshop werfen wir einen selbstkritischen Blick auf uns selbst und entwickeln Strategien, wie unser Weltladen-Team diverser werden kann. 

      Mit Anna-Katharina Friedrich (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt)

      Maximal 25 Teilnehmende

    • Ob Milch- oder Obstbäuer*innen in Deutschland und der EU oder Kakao- und Kaffeeproduzent*innen in Ghana oder Mexiko – viele Erzeuger*innen können nicht von ihrer Arbeit leben. Analysen zeigen, dass die Margen in der Lebensmittellieferkette sich immer weiter verschieben – weg von der Landwirtschaft, hin zur verarbeitenden Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Erzeuger*innen geraten zunehmend unter Druck, da immer weniger Konzerne die Lieferketten dominieren. Am Ende der Kette stehen nur vier große Supermarktkonzerne, die zudem immer mehr Lebensmittel selbst herstellen. 
      Wie groß ist das Ausmaß der Machtkonzentration in Lebensmittellieferketten und was sind die Folgen der zunehmenden Konzentration im LEH für die Lieferanten, den Fairen Handel und Produzent*innen? Sorgt der LEH wirklich – wie häufig von den Akteuren selbst behauptet – für günstige Lebensmittelpreise in Deutschland? Wie können sich Weltläden dazu verhalten und aktiv werden?

      Mit Maja Volland (Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte/Forum Fairer Handel) & Anna Hirt (Weltladen-Dachverband)

      Maximal 30 Teilnehmende

    • Marken helfen uns, uns in einer komplexen Welt zurechtzufinden – sei es beim Einkauf oder beim schnellen Erkennen von Organisationen, Vereinen oder Initiativen. Auch die Marke „Weltladen“ hat ein Bild im Kopf vieler Menschen, aber entspricht das wirklich unserem Wunschbild?
      In diesem Grundlagen-Workshop erfahrt ihr:
      •    Was eine Marke ausmacht und welchen Nutzen sie für Weltläden hat
      •    Was aktuell positiv oder negativ auf die Marke einzahlt
      •    Wie wir gemeinsam eine starke, moderne Markenwahrnehmung erreichen
      •    Welche Rolle jeder einzelne Weltladen dabei spielt

      Mit Stephanie Seeger (Weltladen-Dachverband) & Nataliya Yarmolenko, Heike Voges (WeltPartner)

      Maximal 25 Teilnehmende

    • Wollen wir die Produkte unserer Handelspartner erfolgreich verkaufen, müssen wir sie unserer Kundschaft gut präsentieren. „Gut“ bedeutet auch „abwechslungsreich“ – denn sowohl Laufkundschaft als auch die Stammkund*innen sehen gerne mal etwas Neues. Saisonale Anknüpfungspunkte unterstützen dabei, die notwendige Abwechslung im Jahreslauf zu strukturieren und zu planen. Mehr noch – die Berücksichtigung der Saison erhöht unsere Chancen, mit den Produkten auch zu landen. Im Workshop geht es um die Frage, wie wir mit saisonaler Abwechslung die Bedürfnisse unserer Kund*innen immer wieder gut aufgreifen. Welche Themen bieten sich wann an? Welche Artikel, welche Farbtöne passen zu welcher Saison? Wie setzen wir das im Weltladen um? Und wie können wir eine konsequent saisonale Sortimentsgestaltung organisatorisch einbetten? Ein Workshop für Sortimentsgestalter*innen!

      Mit Christine Feiler (Fair-Handels-Beraterin/Weltläden in Hessen)

      Maximal 30 Teilnehmende

    • Plötzlich soll er kein Thema mehr sein - der menschengemachte Klimawandel? Betrachten wir die aktuellen politischen Entscheidungen, wirkt es fast so, als hätte es sich um eine Modeerscheinung gehandelt. Die Alarmmeldungen, die weiter aus der Wissenschaft kommen, und auch sämtliche Ereignisse, welche die Notwendigkeit raschen Handelns unterstreichen, scheinen nicht mehr relevant. 
      Weltläden befassen sich seit vielen Jahren mit Klimagerechtigkeit und machen u.a. auf die Folgen für Menschen im Globalen Süden, auf Böden weltweit und unser aller Ernährung aufmerksam. Wenn wir dies weiter tun wollen – wie können wir Klimagerechtigkeit „gegen den Strom" zum Thema machen? Welche Mechanismen verhindern eigentlich, dass das vorhandene Wissen zu einem angemessenen Handeln führt? Wie können wir dies bei unserer Kommunikation und unseren Aktivitäten berücksichtigen? Damit Menschen ins Handeln kommen.

      Referent*innen: Samuel Fromm & Paula Rosendahl (Psychologists4future, Regionalgruppe Kassel)

      Maximal 25 Teilnehmende

    • Die geburtenstärksten Jahrgänge in Deutschland 1962 bis 1967 gehen jetzt in Rente oder werden es in den nächsten Jahren tun. Für einen Großteil der sog. Babyboomer bedeutet das Ende der Erwerbstätigkeit aber nicht „Ruhestand“, sondern den Start in einen neuen aktiven Lebensabschnitt. Dafür bringen sie eine gute Ausbildung, Erfahrung, Gestaltungswillen und ein starkes Bedürfnis nach sinnvollen Aufgaben mit. Das macht Boomer zu einer interessanten Zielgruppe für die Mitarbeiter*innen-Suche von Weltläden. Für Weltladen-Teams mit hohem Durchschnittsalter können neue Engagierte mit Anfang/Mitte 60 frische Energie bedeuten. Für bereits altersgemischte Teams sind Engagierte mit zeitlicher Flexibilität und Erfahrung in den vielfältigen Weltladen-Arbeitsbereichen ein Gewinn. Unter bestimmten Voraussetzungen! Was wünschen sich die „Boomer“ für ihr freiwilliges Engagement? Wie können sich Weltläden strukturell so aufstellen, dass das Wissen und die Erfahrung der Boomer einfließen können, ohne die Gruppe zu überfordern oder Konflikte zu produzieren?

      Referent*in: Annika Stegmaier (Trainerin / Vorstandsmitglied LAGFA Niedersachsen)

      Maximal 20 Teilnehmende

    Angebot für umsatzstarke Weltläden

    Für Mitarbeitende im Leitungsteam eines großen Weltladens - mit über 200.000 € Nettojahresumsatz und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in der Ladenführung - gibt es Donnerstagnachmittag ein zusätzliches Angebot. Es findet in der Jugendherberge statt. Bitte gebt dafür im Anmeldeformular bei der entsprechenden Frage an, dass ihr zu dieser Gruppe gehört. Nur dann könnt ihr euch für diesen Workshop, exklusiv für Mitglieds-Weltläden, anmelden.

    • Weltläden in guten Lagen und mit hauptamtlichen Kräften werden von Kund*innen häufig als „normale“ Einzelhandelsgeschäfte wahrgenommen – mit entsprechend hohen Erwartungen an Professionalität, Sortiment und Einkaufserlebnis. Gleichzeitig ist der Anspruch, den Weltladen als Ort für politisches Engagement und Bildungsarbeit sichtbar zu machen. Diese Spannung betrifft auch die Gewinnung von Mitarbeitenden: Professionelle Läden werden weniger als Initiative wahrgenommen, an der man sich aktiv beteiligen kann. Das macht es schwieriger, die Säulen „Politik“ und „Bildung“ mit Leben zu füllen. Wie kann die politische Dimension unseres Handelns gerade in großen Läden umgesetzt werden? Gleichzeitig sind große Weltläden wirtschaftlich darauf angewiesen, im Sortiment professionell und innovativ aufzutreten. Fehlende Innovation oder unsichere Lieferfähigkeit erschweren es umsatzstarken Weltläden, ihren Anspruch an eine attraktive Sortimentsgestaltung zu erfüllen. Im Workshop wollen wir beide Perspektiven zusammenbringen: die Frage nach der politischen Identität der Marke Weltladen sowie die praktischen Herausforderungen der Sortimentsentwicklung.

      Außerdem stellen wir Zwischenergebnisse aus den Projekten „Warengruppenstandard“ und „Pilotprojekt Sortimentsauswertung“ vor.

      Mit Gifty Amo Antwi & Birgit Schößwender (Weltladen-Dachverband)

      Maximal 32 Teilnehmende

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    Stand: 10/2022

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